The National Times - Protest gegen Musk: Demos vor Tesla-Händlern in den USA und in Europa

Protest gegen Musk: Demos vor Tesla-Händlern in den USA und in Europa


Protest gegen Musk: Demos vor Tesla-Händlern in den USA und in Europa
Protest gegen Musk: Demos vor Tesla-Händlern in den USA und in Europa / Foto: © AFP

Demonstranten in Europa, Kanada und in den USA haben sich an Protestaktionen gegen den umstrittenen US-Präsidentenberater Elon Musk beteiligt. Vor einem Händler von Musks E-Autokonzern Tesla in New York bekundeten am Samstag 500 bis 1000 Menschen ihren Unmut über den Tech-Milliardär. Einige von ihnen forderten die Schließung der Abteilung für staatliche Effizienz (Doge), mit der Musk eine radikale Kürzung von Personal und Geldern im US-Staatsapparat vorantreibt.

Textgröße ändern:

Zu dem Protest aufgerufen hatte die Umweltschutzorganisation Planet Over Profit, die der Ansicht ist, dass Musk gestoppt werden müsse, "um Leben zu retten und unsere Demokratie zu schützen".

"Elon Musk muss weg", riefen die Demonstranten vor dem New Yorker Tesla-Händler in Manhattan. Musk führe das Land in Richtung "Faschismus", sagte die 70-jährige Demonstrantin Amy Neifeld. Der Präsidentenberater und reichste Mann der Welt habe "zu viel Geld und zu viel Macht", sagte ein anderer Demonstrant.

Die Kundgebung in New York, die von einem großen Polizeiaufgebot begleitet wurde, verlief friedlich, ebenso wie eine weitere Demonstration in der US-Hauptstadt Washington. Dort kamen rund 150 Musk-Gegner zusammen.

In der kanadischen Stadt Vancouver protestierten rund hundert Menschen vor einem Tesla-Händler. Ein Demonstrant in einem Dinosaurier-Kostüm hielt ein Plakat mit der Aufschrift: "Ihr dachtet, die Nazis seien ausgestorben? Kauft kein Swasticar." Swasticar ist ein Wortspiel aus den englischen Wörtern für Hakenkreuz (swastika) und Auto (car).

Demonstriert wurde auch in Berlin, Paris und London. Im Berliner Bezirk Reinickendorf versammelten sich Demonstranten vor einem Tesla-Service-Center. Auf einem Protestplakat stand dort "Schickt Musk zum Mars!"

In den vergangenen Wochen waren in den USA und in Europa eine ganze Reihe von Tesla-Fahrzeugen sowie Autohäuser und Ladestationen des Unternehmens von Tech-Milliardär Musk beschädigt oder angezündet worden. US-Justizministerin Pam Bondi kündigte an, Vandalismus gegen Tesla-Fahrzeuge als "inländischen Terrorismus" zu verfolgen.

Tesla hat wegen der umstrittenen Rolle von Unternehmenschef Musk in der Regierung von US-Präsident Donald Trump und dessen Unterstützung für extrem rechte Parteien in Europa einen massiven Imageschaden erlitten.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

Neuzulassungen im März weiter rückläufig - E-Autos im Aufwind - Tesla stürzt ab

Am Neuwagenmarkt in Deutschland haben sich im März die Entwicklungen aus den Vormonaten fortgesetzt. Die Gesamtzahl der Neuzulassungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,9 Prozent auf 253.497, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang ging demnach vor allem auf Autos mit Verbrennermotor zurück. Die Zahl der neuen E-Autos - mit Ausnahme des US-Herstellers Tesla - stieg stark.

Deutsche Wirtschaft kritisiert Zolloffensive von Donald Trump scharf

Die deutsche Wirtschaft hat mit scharfer Kritik auf die neueste Zolloffensive von US-Präsident Donald Trump reagiert. "Dieser Zollhammer führt die Welt zurück in die handelspolitische Steinzeit", erklärte Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) am Donnerstag. Der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, sprach von einem "Frontalangriff auf den Welthandel" und forderte "deutliche" Gegenmaßnahmen aus Europa.

Hessisches Sozialgericht: Bauarbeiter normalerweise abhängig beschäftigt

Arbeiter, die auf Baustellen einfache Tätigkeiten verrichten und einen festen Stundenlohn bekommen, gelten als abhängig Beschäftigte. Die Baufirmen müssen für sie Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wie das hessische Landessozialgericht in Darmstadt nach Angaben vom Donnerstag entschied. Drei Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet müssen nun nachzahlen.

Als terroristisch eingestufte Onlineinhalte: BKA ordnet 2024 mehr Entfernungen an

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im vergangenen Jahr deutlich mehr als terroristisch eingestufte Inhalte durch Hostingdiensteanbieter aus dem Internet löschen lassen als im Jahr davor. Es seien 482 Entfernungen angeordnet worden - nach 249 solcher Anordnungen im Jahr 2023, teilte das BKA am Donnerstag in Wiesbaden bei der Vorlage des sogenannten Transparenz- und Monitoringberichts zur Bekämpfung der Verbreitung terroristischer Onlineinhalte mit.

Textgröße ändern: