The National Times - Mutmaßliches Giftmüllschiff nach monatelanger Fahrt zurück in Albanien

Mutmaßliches Giftmüllschiff nach monatelanger Fahrt zurück in Albanien


Mutmaßliches Giftmüllschiff nach monatelanger Fahrt zurück in Albanien
Mutmaßliches Giftmüllschiff nach monatelanger Fahrt zurück in Albanien / Foto: © AFP

Nach monatelanger Fahrt ist ein mutmaßlich mit Giftmüll beladenes Containerschiff wieder in seinem Abfahrtslands Albanien eingetroffen. Das Schiff sei in der Nähe des Ortes Durres vor Anker gegangen, erklärte Jim Puckett von der Organisation Basel Action Network (BAN), die den Export von Giftmüll in Entwicklungsländer bekämpft, am Montag.

Textgröße ändern:

Pucket forderte die albanische Regierung auf, die Ladung des Schiffes "schnell und transparent" zu prüfen. Seine Organisation war von einem Whistleblower informiert worden, dass die gut 100 Container Giftmüll enthielten, der hätte deklariert werden müssen.

Das unter türkischer Flagge fahrende Schiff "Moliva" hatte nach offiziellen Dokumenten Industriemüll aus einem albanischen Stahlwerk an Bord, der unter anderem als Eisenoxyd deklariert war. Die "Moliva" hatte Albanien im Juli verlassen, um die Ladung nach Thailand zu bringen. Thailand hatte das Schiff jedoch zurückgewiesen, nachdem Basel Action Network auf die mögliche Gefahr hingewiesen hatte.

Es gelangte nach Zwischenstopps in Spanien, Portugal, Italien und der Türkei wieder nach Albanien. Die albanische Staatsanwalt, die mit dem europäischen Amt für Betrugsbekämpfung zusammenarbeitet, hatte am Sonntag die Beschlagnahmung der Container bei der Ankunft in Albanien angeordnet.

Der Export von Industrieabfällen aus westlichen Ländern zur Verarbeitung in Entwicklungsländern ist ein globales Geschäft, das laut Umweltorganisationen jährlich auf einen Wert zwischen 44 und 70 Milliarden Euro geschätzt wird.

D.S.Robertson--TNT

Empfohlen

Deutscher Jagdverband: Waschbären breiten sich in Deutschland weiter aus

Waschbären breiten sich in Deutschland immer weiter aus. 2023 meldeten 69 Prozent der Jagdreviere ein Vorkommen, wie der Deutsche Jagdverband (DJV) am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zu 2011 sind das fast drei Viertel mehr. Für die Auswertung wurden Daten aus rund 24.000 Revieren zur Verfügung gestellt. Das entspricht rund 38 Prozent der forst- und landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands.

Wassermassen in Australien überfluten Fläche von der Größe Frankreichs

In dem von Viehzucht geprägten Outback des australischen Bundesstaates Queensland haben Wassermassen eine Fläche von der Größe Frankreichs überflutet. Nach Angaben der Behörden vom Dienstag sind mehr als 100.000 Nutztiere durch die Fluten ertränkt oder weggeschwemmt worden. "Wir gehen davon aus, dass die Zahlen weiter steigen werden", erklärte der Landwirtschaftsminister des Bundesstaates, Tony Perrett.

Sicherheitsrisiko: Trump will historischen Magnolienbaum vor Weißem Haus fällen lassen

Aus für historische Jackson-Magnolie vor Weißem Haus: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, einen der bekanntesten Bäume der USA aus Sicherheitsgründen fällen zu lassen. "Die schlechte Nachricht ist, dass alles ein Ende haben muss", schrieb Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Der als Jackson-Magnolie bekannte Baum an der Südseite des Weißen Hauses sei "in einem schrecklichen Zustand".

Verpflichtendes Tierhaltungskennzeichen für Schweinefleisch soll später kommen

Die Pflicht zur Kennzeichnung von frischem, unverarbeiteten Schweinefleisch aus Deutschland nach Art der Tierhaltung soll doch nicht wie bislang geplant ab diesem August greifen. "Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, haben wir heute beschlossen, wird verschoben", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) am Freitag im Anschluss an die Agrarministerkonferenz in Baden-Baden. Neues Startdatum für die Kennzeichnungspflicht ist demnach der 1. Januar 2026.

Textgröße ändern: