The National Times - Bitkom: Folgen von KI für bestimmte Berufe teils deutlich unterschätzt

Bitkom: Folgen von KI für bestimmte Berufe teils deutlich unterschätzt


Bitkom: Folgen von KI für bestimmte Berufe teils deutlich unterschätzt
Bitkom: Folgen von KI für bestimmte Berufe teils deutlich unterschätzt / Foto: © AFP

Die Reichweite von Künstlicher Intelligenz (KI) und damit verbundene Veränderungen in Berufen werden nach Einschätzung des Digitalverbands Bitkom teils unterschätzt. Das gelte besonders in der Justiz und beim Militär, dabei sei KI dort "heute bereits umfassend im Einsatz", teilte der Verband am Montag in Berlin mit. Er äußerte sich zu Ergebnissen einer Umfrage dazu, in welchen Berufen die Deutschen Veränderungen durch KI erwarten.

Textgröße ändern:

So gehen zwar 62 Prozent davon aus, dass sich die Tätigkeiten in Banken, Versicherungen oder an der Börse verändern werden. Dahinter folgten IT-Berufe und die Softwareentwicklung mit 60 Prozent, die Bereiche Fertigung und Produktion sowie Einzelhandel gleichauf mit jeweils 56 Prozent und das Bildungswesen mit 55 Prozent.

Jedoch rechnen laut der Umfrage nur 34 Prozent mit Veränderungen beim Militär und 30 Prozent beim Rechtswesen. Damit werde die Reichweite von KI dort unterschätzt: Sie analysiere etwa riesige Schriftsätze in Kanzleien und durchsuche aktuelle Rechtsprechung für Gerichte, wie der Verband mitteilte. Beim Militär werde die Technologie zum Beispiel bei der Analyse von Satellitenbildern und der Drohnensteuerung angewendet.

"Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird in vielen Berufen große Bedeutung haben", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Jede und jeder sollte sich jetzt schon mit KI vertraut machen und sich entsprechend weiterbilden." Für die Bitkom-Studie wurden 1004 Menschen ab 16 Jahren befragt.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Institut: Im Winter so wenig arktisches Meereis wie noch nie

Im zu Ende gegangenen Winter hat es so wenig arktisches Meereis wie noch nie seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979 gegeben. Wie das Alfred-Wegener-Institut am Freitag in Bremerhaven mitteilte, handelte es sich bei den am 21. März gemessenen 14,45 Millionen Quadratkilometern um eine Million Quadratkilometer weniger als das langjährige Mittel. Wie schon im Februar habe die arktische Meereisausdehnung im Mittel des gesamten Monats März ein Allzeittief gezeigt und somit den bisherigen Negativrekord des Jahres 2017 eingestellt.

Deutschland erhöht Hilfen für Weltgesundheitsorganisation - Konferenz in Berlin

Nach dem Rückzug der USA unterstützt Deutschland die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit weiteren zwei Millionen Euro. Die Weltgesundheitsorganisation sei "unverzichtbar" - und auch für das deutsche Gesundheitswesen "zentral", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Mittwoch auf einer von seinem Ministerium organisierten Konferenz zur Zukunft der WHO in Berlin.

Deutsche Wissenschaftler fordern Aufnahmeprogramm für bedrängte US-Forscher

Führende deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben dazu aufgerufen, gezielt um Forscherinnen und Forscher aus den USA zu werben, die dort unter der Regierungspolitik von Präsident Donald Trump leiden. Unter dem Motto "Hundert kluge Köpfe für Deutschland" solle ein Anwerbeprogramm Spitzenpersonal anlocken und so den Wissenschaftsstandort und die Innovationskraft in Deutschland stärken. Der Aufruf wurde am Dienstag von der Berliner Hochschule Hertie School in Form eines Gastbeitrages für das Portal "Spiegel Online" veröffentlicht.

Erste deutsche Astronautin im All: Rabea Rogge Teil von privater Mission "Fram2"

Die Berlinerin Rabea Rogge ist als erste deutsche Frau ins All gestartet. Die Robotik-Forscherin und die drei anderen Crew-Mitglieder der privat finanzierten Raumfahrtmission "Fram2" starteten planmäßig in der Nacht zu Dienstag in einer SpaceX-Rakete, wie in einer Live-Übertragung vom Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida zu sehen war. Während der nur wenige Tage dauernden Mission wollen die vier Besatzungsmitglieder als erste Raumfahrer überhaupt beide Pole der Erde überfliegen.

Textgröße ändern: