The National Times - Israels Regierungschef Netanjahu warnt bei umstrittener Konferenz vor Antisemitismus

Israels Regierungschef Netanjahu warnt bei umstrittener Konferenz vor Antisemitismus


Israels Regierungschef Netanjahu warnt bei umstrittener Konferenz vor Antisemitismus
Israels Regierungschef Netanjahu warnt bei umstrittener Konferenz vor Antisemitismus / Foto: © AFP

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bei einer umstrittenen Konferenz in Jerusalem vor weltweit ansteigendem Antisemitismus gewarnt. "Das Schicksal freier Gesellschaften ist mit ihrem Willen verknüpft, die Geißel des Antisemitismus zu bekämpfen", sagte Netanjahu am Donnerstag. Die Teilnahme von Politikern rechtsextremer europäischer Parteien an der Konferenz für den Kampf gegen Antisemitismus hatte für weltweite Kritik und Absagen gesorgt.

Textgröße ändern:

Netanjahu erinnerte daran, dass der Antisemitismus vor 80 Jahren zur Zerstörung "eines Drittels des jüdischen Volkes" führte. Heute sei der Hass zurückgekehrt, "durch radikal islamistische Vertreter im Jemen, im Libanon, im Gazastreifen und anderswo", erklärte er. Es gehe diesen Antisemiten nicht nur um die Zerstörung des jüdischen Staates, sondern auch der Modernität in der arabischen und muslimischen Welt, ergänzte Israels Regierungschef.

In Jerusalem anwesend waren mehrere rechte und rechtsextreme europäische Politiker, darunter der Parteichef der französischen rechtspopulistischen Partei Rassemblement National, Jordan Bardella, und der bosnische Serbenführer Milorad Dodik, gegen den seit Donnerstag ein internationaler Haftbefehl vorliegt. Bei der Konferenz geht es laut den Veranstaltern um die Bekämpfung des Antisemitismus.

Nach Bekanntwerden der Teilnehmerliste hatten mehrere eingeladene Gäste ihre Zusage zurückgezogen, etwa der unabhängige Berater zum Thema Antisemitismus der britischen Regierung, John Mann, oder der Leiter der US-Organisation Anti-Defamation League, Jonathan Greenblatt.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Neuer Regierungschef: "Die USA bekommen Grönland nicht" - Trump legt nach

Grönlands neuer Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hat Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf die Insel vehement zurückgewiesen. "Sagen wir es ganz klar: Die USA bekommen Grönland nicht", schrieb Nielsen am Sonntagabend im Online-Netzwerk Facebook. "Wir gehören niemand anderem. Wir entscheiden über unsere eigene Zukunft."

Solidaritätszuschlag: Söder besteht auf Abschaffung - Schwesig auf Beibehaltung

Vor der Fortsetzung der schwarz-roten Koalitionsverhandlungen dringt der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Die Abschaffung sei sein Ziel, sagte er am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Allerdings lehnte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, (SPD) einen solchen Schritt ab.

SPD-Politiker Mende gewinnt Stichwahl um Oberbürgermeisteramt in Wiesbaden

Der Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) ist in einer Stichwahl am Sonntag im Amt bestätigt worden. Er erhielt 58,1 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den von CDU und FDP unterstützten Kandidaten Thilo von Debschitz (parteilos) durch, wie die Wahlleitung am Abend in der hessischen Landeshauptstadt mitteilte. Von Debschitz erreichte demnach 41,9 Prozent.

Hannover Messe: Scholz bekundet Kanada nach Attacken von Trump Solidarität

Angesichts der verbalen Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf Kanada hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dem diesjährigen Partnerland der Hannover Messe die Solidarität Deutschlands und Europas bekundet. "Kanada ist kein Bundesstaat von irgendwem. Kanada ist eine stolze, unabhängige Nation", sagte Scholz am Sonntagabend bei der Eröffnung der Industriemesse. "We stand by your side" ("wir stehen an eurer Seite"), sagte Scholz auf Englisch.

Textgröße ändern: