The National Times - Baby mit Abflussreiniger getötet: Kita-Betreuerin zu 25 Jahren Haft verurteilt

Baby mit Abflussreiniger getötet: Kita-Betreuerin zu 25 Jahren Haft verurteilt


Baby mit Abflussreiniger getötet: Kita-Betreuerin zu 25 Jahren Haft verurteilt
Baby mit Abflussreiniger getötet: Kita-Betreuerin zu 25 Jahren Haft verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie einem Baby Abflussreiniger eingeflößt und es so getötet hat, ist eine ehemalige Kita-Betreuerin in Frankreich zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Die 30-Jährige wurde der Folter mit Todesfolge schuldig gesprochen, wie das Gericht in Lyon am Donnerstag mitteilte. Die Angeklagte hatte während des Verfahrens die Tat gestanden. Sie wies aber den Vorwurf zurück, dass sie das elf Monate alte Mädchen habe töten wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine 30-jährige Gefängnisstrafe wegen Mordes verlangt.

Textgröße ändern:

"Ich war mir nicht bewusst, was geschah", hatte die Angeklagte vor Gericht gesagt. "Ich kann es immer noch nicht glauben, was ich getan habe", fügte sie hinzu und bat die Familie des Kindes um Verzeihung. Nach Ansicht der Ermittler war sie vom Weinen des Kind überfordert gewesen und hatte es zum Schweigen bringen wollen.

Die ehemalige Leiterin der Kita hatte eingeräumt, bei der Einstellung der im Umgang mit Kindern wenig erfahrenen Frau einen Fehler begangen zu haben. Der Tod des kleinen Mädchens hatte in Frankreich einen Schock und eine Debatte über private Betreuungsangebote ausgelöst.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Weiterer Toter drei Wochen nach Sportbootunfall in Brandenburg gefunden

Drei Wochen nach einem Sportbootunfall in Brandenburg ist ein weiterer Insasse offenbar tot geborgen worden. Ein Zeuge habe am Freitagmorgen eine Leiche in einem Kanal in Brandenburg an der Havel entdeckt, teilte die Polizei mit. Es handle sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten Mann. Der andere Insasse des verunglückten Boots war direkt nach dem Unfall bewusstlos im Wasser gefunden worden. Er starb kurz darauf.

Schießerei zwischen rivalisierenden Banden: Landgericht Stuttgart verhängt Haftstrafe

Zweieinhalb Jahre nach einer Schießerei zwischen rivalisierenden Banden im Raum Stuttgart hat das Landgericht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt einen daran beteiligten Angeklagten erneut verurteilt. Es verhängte am Freitag wegen vierfachen versuchten Totschlags eine Haftstrafe von fünf Jahren gegen den 34-Jährigen. Der Mann war bereits 2023 verurteilt worden, dieses Urteil hob der Bundesgerichtshof aber auf.

Kinder zum Quälen und Töten gesucht: Haftstrafe und Auflagen für Mann in Münster

Weil er Kinder zum Quälen und teils zum Töten suchte, ist ein Angeklagter vom Landgericht Münster in einem zweiten Prozess zu einer eineinhalbjährigen Freiheitsstrafe und mehreren Auflagen verurteilt worden. Das Gericht ordnete zudem die Unterbringung in einer Psychiatrie an, die aber zur Bewährung ausgesetzt wurde, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Verurteilt wurde der 27-Jährige wegen der Bereitschaft zum Mord.

Bewährungsstrafe wegen Bestechlichkeit für frühere Berliner Senatorin Kalayci

Die frühere Berliner Arbeits- und Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) ist in einem Korruptionsprozess zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach die 58-Jährige am Freitag der Bestechlichkeit schuldig und ordnete die Einziehung sogenannter Taterträge in Höhe von 6240 Euro an. Sie habe durch ihr Handeln dem Ansehen des Landes Berlin schweren Schaden zugefügt und das Vertrauen in die Lauterkeit des öffentlichen Diensts beschädigt, sagte der Vorsitzende Richter Bo Meyer in seiner Urteilsbegründung.

Textgröße ändern: